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Vorzucht

in Saatgut und Aussaat 13.02.2014 13:26
von Silke W. • 31 Beiträge

ich kopiere hier mal rein, was jmd. aus dem Gonsenheimer Garten zusammengestellt hat:

Vorab noch, ich habe gestern mal nachgesehen, den Mangold sollte man NICHT vorziehen, da er eine Pfahlwurzel ausbildet die im Töpfchen schnell an ihre Grenzen stößt und dann im Freiland nicht richtig weiter wachsen kann. Außerdem kann er schon im März unter Fließ (haben wir noch daheim) im Freiland gesät werden. Also, wenn noch nicht geschehen, bitte nicht vorziehen.

How-To:
- Licht: das wichtigste ist ein möglichst heller Standort damit die Pflänzchen nicht vergeilen (sehr stark in die Höhe wachsen) und vor allem deshalb das Einhalten der empfohlenen Saatzeiten (stehen auf der Packung oder einfach mal im Netz suchen). Wer will/kann könnte den Tag mit künstlichem Licht verlängern (macht denke ich nur bei den sonnenhungrigen Südfrüchten Sinn), hierfür eignen sich idR gängige Energiesparlampen/LEDS + Zeitschaltuhr, bestenfalls Spots da die nur ein eine Richtung leuchten (auf keinen Fall Glühbirnen! die werden zu heiß). Abstand zwischen 15-30cm je nachdem wie warm die Energiesparlampe wird.

- Temperatur: Für die meisten Pflänzchen reicht Zimmertemperatur, Chilis und Paprika (besonders die Exoten) brauchen zum keimen Temperaturen über 20°C optimal sind hier etwa 24°C. Also bei Bedarf in die Nähe der Heizung stellen, Achtung das sie dann aber nicht austrocknen. Salate brauchen uU recht niedrige Temperaturen, habe dazu gerade mal eine Tabelle im Netz gefunden: http://www.hildsamen.de/pdf/anbautabelle.pdf

- Feuchtigkeit: zum Keimen dauerhaft feucht, aber keine „stehende“ Nässe -> Löscher in die Anzuchtgefäße machen.

- Die Erde: sollte für die Keimung möglichst nährstoffarm sein, auch da im Saatgut für die den Start alle nötigen Nährstoffe mit drin sind. Normale, frische Blumenerde ist idR zu stark gedüngt, da „verbrennen“ die Keimlinge förmlich am Dünger. Auch habe ich mit Erde aus dem Freiland Probleme mit Insekten aus der Erde bekommen, weshalb ich immer auf Anzuchterde zurück greife. Da für die Keimzeit in der Regel ein Eierbecher großes Gefäß benötigt wird kommt man mit so einem Sack auch recht weit.

- Das Gefäß: kommt ganz drauf an was es ist, Salate, Lauch, Sellerie habe ich immer flach ausgesät und dann pikiert, Tomaten, Chili Paprika, Auberginen, Kürbisse usw habe ich immer gleich in ein eigenes kleines Gefäß, gesät. Es gibt extra Gefäße im Gartenzenter die von den Wurzeln dann durchdrungen werden können, aber ausgespülte Joghurtbecher osä. Sind auch eine gute Wahl und können nebenbei wunderbar beschriftet werden. Wichtig ist nur das das Gefäß Löscher im Boden hat und nicht transparent ist. Im vorderen Folientunnel sind auch noch unzählige Pflanzgefäße für die größeren Pflänzchen.

- Umtopfen, pikieren: wenn man bei den Gefäßen unten die ersten Wurzelspitzen sieht, die Zeit um raussetzten aber noch nicht gekommen ist, sollten die Pflänzchen nochmal umgetopft werden, jetzt kann auch, je nach Erde zusätzlich ein natürlicher Dünger zugemischt werden. Pikieren sollte man etwa wenn neben den beiden Keimblättchen die ersten „richtigen“ Blätter erscheinen.

- Beschriften: im besten Fall direkt das Gefäß beschriften, wenn das nicht kann man Joghurtbecher in Streifen schneiden und dann an den Rand stecken. Ganz egal wie, unbedingt sorgfältig beschriften.

Soweit erst mal dazu. Im Netz gibt es noch unzählige Infos dazu, auf die Schnelle habe ich das hier gerade noch gefunden: http://de.wikibooks.org/wiki/Handbuch_Gem%C3%BCsebau


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